Schwarzwald Panorama Radweg I

von Pforzheim nach Besenfeld

Der letzte längere Radausflug der Saison soll in die Höhen des Schwarzwaldes gehen. Das Motto, das die Vermarkter für den Weg gewählt haben lautet;“Viel Schwarzwald mit möglichst wenig Steigungen“. Die Naturwissenschaftlerin in mir wird sofort skeptisch, denn das ist nicht logisch. Schließlich ist der Schwarzwald Deutschlands höchstes Mittelgebirge und wenn ich Panorama sehen will, muss ich nun mal rauf…irgendwie…

Los geht’s in Pforzheim, die Schmuckstadt Deutschlands. 70 % des in Deutschland verkauften Schmucks wird hier hergestellt. Ich trage nicht gerne Schmuck. Wenn ich Geld übrig habe, kaufe ich mir lieber ein Fahrrad, statt mir Steine um den Hals zu hängen. Aber wenn ich nun schon mal hier bin, gehe ich auch in die Schmuckwelten.Die Designeraustellung im 1. Stock ist ganz nett, aber den Rest gibt es in jedem Edelkaufhaus besser. Na ja, vielleicht bin ich für so was einfach ungeeignet. Auch ansonsten finde ich in der Stadt nichts Interessantes, außer dass hier sogar die Steine in der Enz vergoldet sind.
Pforzheim gilt auch als Tor zum Schwarzwald und als solches taugt es wirklich. Auf dem Enzradweg geht es durch kleine Ortschaften und in dem engen Flusstal direkt hinein in den Schwarzwald und natürlich auch hinauf.


Am Anfang ist die Steigung recht moderat bis in den mondänen Kurort Bad Waldsee.



Für alle Radler , die den Schwarzwald zu wild angegangen sind, gibt es einen eigenen Brunnen.
Die Enz war früher eine wichtige Wasserstraße auf der viele reiche Flößer das Holz von hier bis zum Rhein geflößt und verschifft haben. Holzwirtschaft gibt es noch immer, jetzt allerdings mit LKW.
Der Weg wird immer steiler und ich werde mit dem ersten Panorama belohnt.
Die Schwarzwaldidylle lässt auch nicht auf sich warten.

Hinter jeder Kurve rechne ich damit, dass mir Dr. Brinkmann aus der Schwarzwaldklinik entgegen kommt. Oder vielleicht springt der junge Sascha Hehn galant bei geschlossener Tür aus seinem Cabrio. Aber nichts dergleichen geschieht. Der Weg wird nur immer steiler und ruppiger bis zur Enzquelle.
Danach habe ich eigentlich keine Lust mehr, aber dann geht’s richtig rauf, auf grobem Schotter durch den Wald. Schwarzwald eben.
Belohnt werde ich für 60 wirklich anstrengende Kilometer mit einem tollen Empfang in einem Hotel auf einem Pferdehof.
Ich habe sofort eine Freundin.
Die Hühner schauen hier glücklich von außen in den Stall.
Ich bin auf dem Land und es ist wunderbar.

 

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