von Herrieden nach Treuchtlingen

Natur pur auf einem wunderbar ausgebauten Radweg. Überall winken und grüßen freundliche Menschen. Eine Frau spricht mich an mit dem Hinweis, dass ich doch besser da nicht stehen soll und zeigt mir ein riesiges Nest von Eichenprozessionsspinnern in dem Baum über mir. Wirklich aufmerksam und nett.

Nach einigen Kilometern wird die Altmühl immer breiter und schon ein bisschen seenähnlich und man radelt immer am Wasser entlang.

Schließlich erreiche ich den Altmühlsee, der künstlich angelegt und eigentlich ein Stausee ist. Das komplette Ufer ist zugänglich und ein tolles Freizeitparadies.

Am Südende  des Sees kommt man zur Vogelinsel. Zu Fuß kann man sie erkunden und die Tiere beobachten. Die sind gar nicht scheu, im Gegenteil, eher neugierig, da sie anscheinend wissen, dass sie bewundert und nicht gestört werden. Ein sehr friedlicher Ort.

Weiter geht’s. Aha, hier bin ich also.

In Gunzenhausen hängen wieder Schirme. Eigentlich ist das eine schöne Idee. Man schaut hoch und lächelt und kommt mit den anderen, die hochschauen und lächeln sofort ins Gespräch.

Hinter Gunzenhausen verläuft der Radweg fast gerade gen Süden und immer in offenem Gelände. Wenn es so heiß ist wie heute, ist das eine Art „Highway to hell“.
Ein bisschen Trost spendet eine Radlabschnittsgefährtin.

Kurz vor Treuchtlingen biege ich vom Hauptweg ab in Richtung Weißenburg und schon geht’s wieder offroad, aber im Schatten!! Cool!!

Weißenburg ist komplett von einer Stadtmauer umgeben. Die ist wirklich sehr sehenswert. Innerhalb gibt es eine ganz normale fränkische Kleinstadt allerdings mit viel Erinnerungen an die Römer, da hier der Limes verlief. Der Limes führt ja auch zu Hause durch unseren Vorgarten, ist dort aber zum Glück nicht so vermarktet.

Hier besuche ich noch die römischen Thermen oder besser gesagt ich denke mir, dass da Thermen sind. Für derartig ruinöse Sehenswürdigkeiten fehlt mir leider der nötige Sinn.

Es gibt noch eine kleine Stärkung (das ist übrigens die Kinderportion!) bevor ich eine folgenschwere Entscheidung treffe.

Die Hohenzollernfestung Wülzburg soll erobert werden. In Weißenburg steht ein Schild: 2 km. Das ist, wie ich hinterher weiß, Luftlinie. Der Hinweg ist lang, steil und sehr verkehrsreich, der Rückweg viel steiler, mindestens genauso lang und zum Glück ohne Verkehr. Macht 13 zusätzliche anstrengende Kilometer.
Zu sehen gibt es eine Burgmauer, ein Gebäude mit irgendetwas drin und ein Cafe. Na toll.

Zurück auf den Highway und nach Treuchtlingen ist dann schon fast ein Kinderspiel.

 

 

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