von Creglingen nach Herrieden

Von Creglingen geht es heute morgen tatsächlich sehr lieblich im Taubertal weiter.

Der Himmel zeigt sich in perfekten bayrischen Farben, was auch kein Wunder ist.

Meine Idee war es, möglichst früh loszufahren und so früh wie möglich in Rothenburg ob der Tauber zu sein, um den Touristenströmen zu entgehen. Der Plan ging natürlich nicht auf. Ich bin ja nicht das erste Mal in Rothenburg und es waren IMMER Touristen hier, immer, viele…. Aber es ist eben auch schön. Schön anzuschauen und schön vermarktet, ein bißchen wie eine Puppenstube. Das ganze Jahr ist Weihnachtsmarkt. Wer braucht außer Japanern und Kaffeefahrttouristinnen diesen ganzen Nippes?? Welch ein Glück, dass hier keine Kreuzfahrtschiffe hinkommen.

Die Spezialität von Rothenburg sind die Schneeballen. Man findet sie an jeder Ecke in allen Variationen.

….und immer muss ich dringend einen haben, weil sie so verführerisch aussehen.

…..und immer stelle ich fest, dass sie nach nichts schmecken, noch nicht mal nach Butter, sondern so ähnlich wie die Tüte, in die sie eingepackt werden.
Nach einer Stunde in Rothenburg habe ich mehr als genug.

Ich erklimme nun die Frankenhöhe und verlasse das Taubertal, auch wenn es noch so lieblich ist, in Richtung Altmühlquelle. Die gibt es aber gar nicht. Der Hornauer Weiher  gilt als Altmühlursprung, entstanden durch mehrere Schichtwasseraustritte.
Die Kelten nannten den Fluss alcimona, was „die Liebliche oder die Sanfte“ bedeutet, was sicher auf das geringe Gefälle und damit die sehr geringe Fließgeschwindigkeit bis zur Mündung zu tun hat.

Auf der Frankenhöhe sorgen ein makelloser Himmel, makellose Radwege, makellose Temperaturen  und leichter Rückenwind für reines Fahrvergnügen.

In der Ferne zieht die Burg Colmberg vorbei.

In Leutershausen ist ein beeindruckendes Denkmal für Gustav Weißkopf zu bewundern. Er wurde hier geboren und war ein Flugpionier, der 1901 den ersten Motorflug durchführte. Indirekt habe ich ihm  wohl  meinen  Job  zu  verdanken.

Das heutige Ziel, Herrieden, wirbt mit einer der ältesten steinernen Brücken in Franken. Urkundlich erwähnt wurde der erste Brückenbau hier bereits im 9. Jahrhundert.


Bestimmt gab es damals auch schon a Biergärtla. Dieses ist jedenfalls einen Besuch wert. Alles sehr liebevoll hergerichtet und hervorragendes Essen. Franken eben.

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