Von der Werraquelle nach Meiningen

Quellenstreit und Wasserscheide

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Es existieren 2 Quellen der Werra, denn es gibt eine Vordere und eine Hintere oder eine Trockene (die Vordere) und eine Nasse (die Hintere), die eigentlich die Saar ist und die Eigentliche. Das ist die trockene Vordere, wobei aus der deutlich mehr Wasser kommt als aus der nassen Hinteren. Dies scheint ein historischer Streit zu sein. Egal, wie auch immer.
Die Quellen liegen beide im Thüringer Wald bei Eisfeld, die eigentliche Werraquelle in der Nähe von Fehrenbach, die andere bei Sigmundsburg.

Viel spannender ist hier eine hydrologische Besonderheit, die durch den   „Dreistromstein“ markiert wird. Es handelt sich um einen Obelisken, der im Jahre 1906 errichtet wurde und der den in Deutschland einmaligen Punkt dokumentiert, an welchem im Umkreis von wenigen Metern die Flusseinzugsgebiete dreier Ströme aneinander grenzen: In Nordostrichtung fließen von hier die Wässer zur Schwarza, Saale und Elbe; in südöstlicher Richtung zur Grümpen, Itz, Main und Rhein; in südwestlicher Richtung zur Werra und Weser. Ein magischer Ort.DSC_8851DSC_8855
Für mich geht’s von Eisfeld flussabwärts, jetzt an der richtigen und einzigen Werra. Wer glaubt, so wie ich ich, dass ein Flussradweg im Tal am Fluss entlang führt wird hier enttäuscht. „Es geht als ruff un runner“ wie man in Hessen sagt und ich komme ganz schön aus der Puste. Aber toll ist der Weg.
Der erste größere Ort ist Hildburghausen in verschlafener Sonntagsruhe.
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Das Städtchen Themar weiter flussabwärts hat bedenkliche Berühmtheit durch  Neonazifestivals erlangt. Davon spürt man als „durchradelnder Tourist“ natürlich nichts, aber allein das Wissen darum wirkt beklemmend.
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Die Werra wird schnell breiter und schlängelt sich idyllisch durch das fränkisch geprägte Südthüringen. Immer wieder höre ich Ähnlichkeiten mit meiner Heimatsprache.
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Das Ziel des Tages ist die Kulturstadt Meiningen. Die einstige Blüte und die Bedeutung des  Wirtschaftszentrums in Südthüringen sind zu spüren. Großzügige Parkanlagen und imposante Gebäude laden zum Bummeln ein.
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DSC_8915Natürlich gibt es abends Thüringer Hütes, doppelt und ohne Fleisch, schön klebrig und in Soße ertränkt:
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