von Mühldorf am Inn nach Wasserburg

viel Zeit, ein Mountainbike und Kondition

muehldorfDas Sehenswerteste in Mühldorf am Inn ist der langgezogene Stadtplatz. Die Bürgerhäuser stammen aus dem 15. und 16. Jahrhundert. Während andere Städte durch das Ende der Innschifffahrt an Bedeutung verloren, wurde Mühldorf zu einem Knotenpunkt der Bahn und ein wichtiges Einkaufszentrum.dsc_11568Unzählige Laubengänge sind charakteristisch für die Inn- und Salzachstädte und zeugen von italienischem Einfluss der Baumeister.
dsc_11555und sie liefern Ein- und Ausblickedsc_11556dsc_11558Von Mühldorf aus radle ich an der Westseite des Inn nach Süden vorbei am Stift Ecksberg….dsc_11569Auf ruhigen Landstraßen schlägt das Radlerherz höher…dsc_11577…und dann geht es bei Kaiserwetter immer am Innwerkkanal entlang, der 22 km lang zwischen den Kraftwerken Jettenbach und Töging verläuft.dsc_11589In Kraiburg verlasse ich kurz den Innradweg und besuche das Städtchen, das sich der Sonntagsruhe hingegeben hat.dsc_11594Der Ortskern ist eng gebaut. Die Häuser schmiegen sich dicht aneinander und mitten drin ist wie so oft ganz oben die Kirche, die nicht zu den übrigen Dimensionen passt und alles überragt.dsc_11593Das Kraftwerk Jettenbach war eines der ersten Wasserkraftwerke, das nach dem Krieg gebaut wurden und das die früher so lukrative Innschifffahrt zum Erliegen brachte.dsc_11597Es geht durch sehr ländliches Gebiet von Dorf zu Dorf und an einem Weiher treffe ich auf eine völlig unwirkliche Sonntagsidylle.dsc_11604Der Inn mäandert hier durch die Landschaft und bildet viele Schleifen. Mein Radführer beschreibt eine Schleife als besonders schön, wenn man Zeit, ein Mountainbike und Kondition hat. Ok, ich habe Zeit und ein Mountainbike. Die Frage nach der Kondition werde ich später beantworten und wage den Weg. Der Führer hat Recht. Es ist zeitaufwändig und sehr schön.dsc_11610dsc_11617dsc_11618Leider hat der Führer auch bezüglich der Kondition recht und ich fluche leise (manchmal auch nicht ganz so leise) vor mich hin. Aber auch ohne die Innschleife geht es ständig rauf und runter mit wirklich sehr bissigen Anstiegen. Hier rausche ich zum Glück runter, aber es kommt auch noch anders herum.dsc_11586dsc_11623Die Bauern haben hier fast ausschließlich Milchwirtschaft und daher große Weide- und Wiesenflächen. Ein Paradies für meine Lieblingstieredsc_11622….ich brauche dringend eine Kuschel- und Streichelpause und sie sind alle unverdorben und tiefenentspannt. Paradiesischer Lebensraum führt zur Buddhanatur…dsc_11621Letztlich fahre ich an einem Flussradweg auf einer Strecke von 58 km außerhalb der Alpen  847 Höhenmeter rauf und 814 Höhenmeter wieder runter. Damit hatte ich nicht gerechnet und ich bin ziemlich K.o.
Belohnt werde ich für die Anstrengung sofort bei der Ankunft hoch über Wasserburg mit einem beeindruckenden Blick auf die Stadt.dsc_11631Wasserburg ist eine der geschichtsträchtigsten Städte Bayerns und älter als München. Durch die Lage an der Kreuzung eine Wasserstraße und eines Landhandelsweges kam die Stadt zu großem Reichtum. Durch die Lage auf der Innhalbinsel war sie nahezu uneinnehmbar. Das sind beste Voraussetzungen, dass sich auch Kunst und Kultur entwickeln können.dsc_11635dsc_11638Die Innenansicht der Stadt hält was die Außenansicht verspricht. Es ist wirklich absolut zauberhaft und sehenswert.dsc_11641 dsc_11642dsc_11640dsc_11380Ein unerwarteter Sprint zum Bahnhof, der 4 km außerhalb der Stadt auf dem Berg liegt, lässt die Tour müde und glücklich ausklingen.

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